Martin Dinse – 30.06.09 12:14

„nachdem ich gestern mit rolf voll in die unpassierbare kacke reingefahren bin, wo offensichtlich shcon andere vor uns schneisen in feinste biotope geschlagen haben, dachte ich gestern abend (wieder allein), dass es das war, auch als ich ne kurznachricht vom orgateam bekam. dann gings heute frĂŒh genauso weiter. mit mountainbiken hatte das ungefĂ€hr soviel zu tun, wie hundekampf mit boxen… als mal wieder eine kuhweide mit agressiven kĂŒhen den weg versperrte rief ich kurzerhand david im orgabĂŒro an und musste erfahen, dass ich praktisch noch mitten in dem unpassierbaren abschnitt drinstecke … dann hatte ich meinen ersten platten… unglaublich, dass der erst jetz kam, wenn ich bedenke, wieviel dornengebĂŒsch ich schon durchkĂ€mpft habe… also grad noch geflickt und dann bei etwa km 870 die strecke richtung frankenheim verlassen.

jetz sitze ich in tann in ner i-net-cafĂ©-buchhandlung und weiß nich so recht weiter. macht die veranstaltung noch sinn? was ich heute und gestern allein an unterholz durchquert habe war jenseits von gut und böse und eigentlich shcon nicht mit meinem gewissen zu vereinbaren. der track ist hier praktisch wertlos (auch wenn da vor 20 jahren mal ein plattenweg gewesen sein mag, is da teilweise absolut nichts mehr von zu erahnen), grenzt mitunter an reines straightlining… mit dem kopf durch die wand und stur ĂŒbers knie. das kann und will ich nicht weiter betreiben (es ist allerdings völlig ungewiss, ob das nochmal nötig wĂ€re, um dem track auch nach frankenheim treu zu bleiben). es ist, abgesehen davon, dass es nichts mit mtbiken zu tun hat, völlig gegen meine ĂŒberzeugung, wie man diesen sport ökologisch und gesellschaftlich vertĂ€glich betreiben kann. vor allem, wenn 500m weiter bei point alpha wieder tolle schautafeln ĂŒbers grĂŒne band und biosphĂ€renreservate und naturschutz usw. stehen. das war frustrierend, Ă€ußerst unspassig und hat mich zeitweise auch ziemlich wĂŒtend gemacht.
die andere variante wĂ€re eben nun dem track weitrĂ€umig auszuweichen, wie ich es gerade hier vollfĂŒhre. auch das widerspricht fĂŒr mich dem sinn der veranstaltung und ich könnte am ende nicht wirklich zufrieden zurĂŒckschauen. zudem haben alle fahrer unterschiedliche kenntnisstĂ€nde, da nur manche nachricht ĂŒber unpassierbarkeit erhalten haben. das bedeutet, manche fahren gleich außenrum, andere versuchen sich ehrlicherweise durchzuschlagen (ich glaube matts spur vorhin noch gesehen zu haben). die vergleichbarkeit ist am ende völlig hinĂŒber, da könnte auch gleich jeder fahren, wo er lustig ist…
ich hab das gefĂŒhl, keine möglichkeit mehr zu haben, das ding durchzuziehen. obwohl ich mich noch gut fĂŒhle (meine knie waren gestern beispielsweise etwas mĂŒrrisch und sind heute wieder komplett fit) und es bis zur rhön eigentlich ne tolle angelegenheit war.

naja, ich guck mir jetz ersma schnell an, wie es um die anderen fahrer steht und danach schaue ich mal nach alternativen. vielleicht kann ich ĂŒber den rennsteig zu meinen großeltern nach ilmenau und von dort zu meinen eltern. oder vielleicht fahr ich auch doch weiter… ich melde mich.

grĂŒĂŸe, mtn.“

1 Comment

  1. Pulsinger Dienstag, der 30. Juni 2009 at 12:09

    Weiterfahren!
    Sauf dir Einen an und Morgen sieht die Welt schon wieder anders aus.
    Halt dir die Daumen!
    lg
    christian

    Reply

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