Funafuti: Mit falschen Adressen auf Reisen gehen

Diese (wahre!) Geschichte zeigt einmal mehr, mit welchem Erfindungsgeist Menschen jedes Gefängnis, jedes Eingesperrt sein aushebeln:

„In den 70er Jahren sitzt ein junges Mädchen in ihrem Kinderzimmer in einem Plattenbau in Dresden-Naußlitz und schreibt Briefe. Briefe an erfundene Adressen überall auf der Welt. Sie denkt sich Adressaten und Hotels in Honolulu, in New York, in Australien und in Funafuti aus, einem Atoll im Pazifik. Die Namen der Orte klingen verheißungsvoll, klingen nach Sehnsucht. Sie hat sie in ihrem Schulatlas gelesen und weiß, dass sie nie dorthin fahren kann, wohin ihre Briefe reisen. Aber genau das ist ihr Plan: Sie will, dass die Briefe abgestempelt zu ihr zurückkommen. 

40 Jahre später hat diese Frau die Orte, von denen sie als Kind träumte, mit der Kamera besucht und aus ihren Briefen die Abschlussarbeit für die Fotografie-Meisterklasse der Ostkreuz-Fotoschule in Berlin gemacht. Obwohl sie eigentlich keine Fotografin ist. Und obwohl sie todkrank ist. Sabine Jaehnkes Fotos sind in Berlin in einer Ausstellung mit den Arbeiten der Meisterklasse der Ostkreuz-Fotoschule zu sehen und in einem wundervollen Buch mit dem Titel „Funafuti“ erschienen.“

 

Dieses Buch „Funafuti“ von Sabine Jaehnke liegt nun hier, es ist so liebevoll gemacht, so wunderschön und irgendwie auch bittersüß. Sein Inhalt, seine Geschichte, seine Macherin imponieren und inspirieren.

Mehr Infos gefällig? Hier lang!

PS: Nach meinem Wissen beträgt die Auflage 300 Stück, insofern ist eine gewissen Eile geboten!

2 Comments

  1. Frank Seidel Donnerstag, der 17. Februar 2022 at 21:00

    Hallo Gunnar, leider ist das Buch vergriffen oder hast du nen Tipp, wo man es noch bekommen kann. Danke! Viele Grüße Frank

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    1. Gunnar Fehlau Dienstag, der 12. April 2022 at 22:06

      Lieber Frank, leider nicht, ich hatte schlicht Glück noch eines der 1. Auflage zu bekommen. …

      Reply

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