GST21-Fahrer#01: Christoph L.

Hallo GST,

Zur Motivation: 1986 in der DDR, ein kleines Dorf im ehemaligen Bezirk Frankfurt/Oder. Im Dort geht das Gerücht um, dass es beim lokalen Baustoffhändler Zement geben soll. So bildet sich an einen Sonnabend Vormittag eine kleine Schlange aus PKWs mit den typischen DDR-Anhängern in einer Straße im Dorf, schon weit vor den offziellen Öffnungszeiten. Keiner weiß es sicher, aber für den Privatbürger sind Baustoffe immer Mangelware. Viele ehemalige DDR-Bürger kennen bestimmt Geschichten ähnlich denen meiner Eltern beim Start des Hausbaus im Jahr 1983: „Tausche Wartburg Tourist gegen 13 Heizkörper“…. Lt. den offiziellen Meldungen in der „Aktuellen Kamera“ werden die Baustoffe für die bekannten Plattenbauten überall in der DDR gebraucht… Es gab übrigens drei Sack Zement a 50 kg pro Käufer….

Nach dem Untergang der DDR werden dann noch andere „Verwendungszwecke“ vom raren Zement bekannt:
– umfangreiche militärische Anlagen, egal ob die bekannten Platten vom Kolonnenweg oder die unzählichen Bunkeranlagen von allen möglichen staatlichen und/oder militärischen Organisationen. Finde viele dieser Orte bei Radtouren in den Wäldern von Brandenburg, andere schreiben darüber Bücher.
– natürlich wurde der Zement auch in den Westen verkauft, Devisen waren in der DDR immer knapp.

Bei Touren im Harz bin ich schon mehrfach auf die Platte getroffen, über 30 Jahre nach dem Ende der DDR liegen die dort immer noch in der Erde und halten scheinbar für eine weitere Ewigkeit. Höchste Zeit, mir das Ding in der ganzen Länge anzutun. Bin mir aber nicht sicher, ob ich den Sinn dieser Grenze dann verstanden habe oder noch mehr Zweifel an solchen Dingen haben werde.

Aber als „gelernter DDR-Bürger“ stellt man sich früh an, ich möchte hiermit fürs Jahr 2021 melden. Die Familienfreigabe habe ich, die anderen Anmeldedinge findest Du im Anhang. Werde die Zeit bis zum nächsten Juni zur Vorbereitung nutzen. Werde wohl mit Sicherheit ein Fatbike fahren…

Danke
Christoph L.

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